Seit dem Schuljahr 2007/2008 ist die Ostschule im Bereich des „Bildungshauses 3-10“ tätig. Dabei ist die enge Verzahnung von Kindergarten und Grundschule das ist Ziel des baden-württembergischen Landesprojektes. Auch hier stellte sich die Ostschule als Referenzschule zur Verfügung und beriet und coachte interessierte Schulen in ganz Baden-Württemberg.

Sowohl Kindergarten als auch Grundschule haben ihr eigenes Verständnis, wie und was Kinder lernen sollen. Damit Kinder aus unterschiedlichen Einrichtungen miteinander lernen können, muss man sich im „Bildungshaus 3-10“ auf eine gemeinsame Schnittmenge dieser unterschiedlichen Vorstellungen einigen.

 

Das bedeutet:

  • „Groß“ und „Klein“ lernen gemeinsam;
  • der „Schwächere“ lernt vom „Stärkeren“;
  • Lernen in unterschiedlichen Gruppengrößen ermöglichen;
  • Einzelförderung muss möglich sein;
  • Spielen und Bewegen als Grundlage des Lernens;
  • Arbeiten in Projekten und Ateliers;
  • Lerngänge zu außerinstitutionellen Lernorten;
  • Besuch von Fachkräften und Spezialisten;
  • Einbeziehung aller an der Bildung und Erziehung beteiligten Kräfte aus Kindergarten und Schule;
  • Unterrichtsbesuche;
  • Pädagogenzentriertes Lernen und Arbeiten;
  • Kindzentriertes Lernen und Arbeiten;
  • Arbeit in „Ateliers“.

Das zunächst als Modellprojekt angelegte „Bildungshaus 3-10“ wurde in Folge immer wieder vom Land verlängert, konnte aus Kostengründen jedoch nicht flächendeckend für alle Schulen eingeführt werden.

Nach über 10 Jahren Bildungshausarbeit an der Ostschule, wurden viele Erkenntnisse gewonnen und in den Schulalltag integriert. Auch nach Beendigung des Modellprojektes, wird nun die Arbeit im Bereich des „Bildungshauses 3-10“ weitergeführt. Als langjähriger Kooperationspartner arbeitet das städtische Kinderhaus an der Kapellenstraße mit der Ostschule zusammen.

Die Vorschulkinder des Kinderhauses kommen an 1-2 Tagen an die Ostschule. Dafür gibt es an der Schule einen eigens dafür eingerichteten Kindergartenraum.

An diesen Tagen finden Begegnungen zwischen Kindergartenkindern und Schulkindern in Form von Unterrichtsbesuchen, Lernangeboten und gemeinsamen Sportstunden statt.

Darüber hinaus bleibt aber für alle Beteiligten genügend Zeit und Raum, um individuell zu lernen, zu spielen und sich seinen persönlichen Bedürfnissen gemäß zu entwickeln.

Die höheren Klassen beteiligen sich am Bildungshaus durch Projekte, die über das Jahr verteilt sowohl im Kindergarten als auch in der Schule stattfinden.

Kindergarten / Klassenstufe

Vorgaben organisatorischer Art
3 bis 5 jährige Kinder

pro Halbjahr ein Besuch in der Schule

gemeinsame Pause an den Sporttagen

Vorschulkinder und Klasse1

regelmäßige Unterrichtsbesuche an bis zu drei Tagen,

davon eine Stunde Sport pro Woche

Kindergartenkinder und Klasse 2

pro Halbjahr ein Projekt im Kindergarten

Kindergartenkinder und Klasse 3pro Halbjahr ein Projekt im Kindergarten
Kindergartenkinder und Klasse 4

im ersten Halbjahr ein Projekt im Kindergarten

Klasse 4 und Klasse 5im zweiten Halbjahr ein Projekt mit einer 5. Klasse einer weiterführenden Schule

Vorschulkinder

Klasse 1-4

ein Thementag pro Monat, bei dem sich alle Kinder frei in Themengruppen einteilen können.

Um das Prinzip des jahrgangsgemischten Lernens auch im Bildungshaus noch übergreifender umzusetzen, findet monatlich eine Begegnung der besonderen Art statt: Der Thementag.

An diesem Tag werden zu einem übergeordneten Thema aus Bildungs- und Orientierungsplan verschiedene Lernangebote gemacht. Die Kinder aller Klassen und die Vorschulkinder des städtischen Kinderhauses an der Kapellenstraße können aus diesem Angebot ihren Interessen und Begabungen gemäß, eine bestimmtes frei wählen.